Vdelli

vdelli web 2016.jpg

Rockmusik! Zeit- und schnörkellos, kraftvoll, dynamisch, melodisch, variantenreich: Es bedarf nur einiger weniger Attribute, um die musikalische Welt des australischen Trios Vdelli treffsicher zu beschreiben. Wer die Band um Frontmann Michael Vdelli jemals auf der Bühne erlebt oder zumindest eine (oder besser noch: gleich mehrere) ihrer Alben in seinem Plattenregal stehen hat, kennt die ungezügelte Energie der Gruppe, ihre kompromisslose Marschrichtung und unerschütterliche Rock´n`Roll-Attitüde. Man glaubt also zu ahnen, was einen erwartet, wenn die ersten Töne ihres neuesten Albums Out Of The Sun aus den Boxen hämmern. Gleichzeitig ist man auf positivste Weise verblüfft, denn auch die aktuelle Scheibe bietet neben typischem Vdelli-Kraftfutter einige spannende Neuerungen und gelungene Überraschungen. Out Of The Sun ist sowohl die folgerichtige Fortsetzung ihrer 2015er Veröffentlichung Higher als auch eine vor Vitalität geradezu strotzende Rock-Wundertüte mit Suchtwirkung.

„Wir wollten ein Album produzieren, das zugleich rau und experimentell klingt”, erläutert Michael Vdelli, Gründer, Namensgeber, Gitarrist und Sänger der Band. „Deshalb sind wir mehr Risiken als jemals zuvor eingegangen, sowohl spielerisch als auch Sound-technisch.“ Bassist Leigh Miller ergänzt: „Out Of The Sun ist der nächste logische Schritt nach Higher, da es keinerlei Grenzen hinsichtlich Songwriting und Arrangements gab und wir uns noch ein Stückchen weiter von unserem früheren Image als reine Blues Rock-Band hin zu einem griffigeren Rock-, Hard Rock- und Alternative-Sound entwickelt haben.“

Michael Vdelli und Leigh Miller sind die kompositorischen Köpfe der Gruppe, ein eng kooperierendes Gespann, das sich perfekt ergänzt, gegenseitig inspiriert und mit seinen unterschiedlichen Ansätzen für Vielseitigkeit und künstlerische Farbenpracht sorgt. Seit Miller vor sieben Jahren bei Vdelli eingestiegen ist, hat sich seine Bedeutung für die Band stetig vergrößert. Auf Out Of The Sun stammen nicht nur etwa die Hälfte aller Songideen von ihm, sondern – erstmals in der Bandgeschichte – bei einem Stück (´Rock Out`) sogar auch der Leadgesang.

Dritter im Bunde ist Schlagzeuger und Neuzugang Hanser Schüler, der auf Out Of The Sun debütiert, Vdelli jedoch jetzt bereits seinen eigenen Stempel aufdrückt. Nachdem Original-Drummer Ric Whittle die Band 2015 verlassen hat, sind Vdelli auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger in Hamburg fündig geworden. „Wir haben zahlreiche Kandidaten getestet, eine Menge wirklich sehr guter Drummer, aber mit Hanser klickte es bei uns sofort“, freut sich Michael Vdelli. „Sein Stil passt perfekt zur Band, außerdem war er uns auf Anhieb sympathisch. Hanser ist nicht nur ein fabelhafter Schlagzeuger und Background-Sänger, sondern hat auch viele Ideen beigesteuert. Er trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der Band bei und hilft uns, unserem wahren Sound und Stil noch näher zu kommen.“

Dieser Stil erweist sich auf Out Of The Sun als gleichzeitig kompakt und griffig, aber auch verspielt, experimentierfreudig, bisweilen ungewöhnlich. Die erste Single des Albums heißt ´Get Up, Get On It` und stellt laut Komponist Leigh Miller die artverwandte Fortführung des Higher-Songs ´Catatonic` dar. Als Repräsentant eines – wie Miller es nennt – „high energy, edgy, overdriven Power-Rock´n`Rolls“ schwimmt er in ähnlichem Fahrwasser wie ´The Things That I Do`, bei dem die Musiker die Essenz des typisch australischen Rock´n`Rolls einfangen. Miller: „Michaels Gesang erinnert hier ein wenig an Bon Scott, und mit dem Jam-Ende steht das Stück quasi stellvertretend für unsere Live-Qualitäten – high voltage Rock´n`Roll!“

Demgegenüber überrascht ´Looking For A Lifeline` mit seinem rauen Indie-Rock-Sound. Das Stück startet mit typischem Vdelli-Riff und kulminiert in einem Refrain mit interessanter Akkordbegleitung. Miller: „Ich liebe den Klang von 9er-Akkorden, so wie ihn die Foo Fighters beispielsweise in ´Everlong` verwenden.  Dieser melodische und sehr atmosphärische Sound passt perfekt zu ´Looking For A Lifeline`.“ Das Stück ´High Ground Made` wiederum bezeichnet Michael Vdelli als „vermutlich ungewöhnlichste Nummer, die wir jemals aufgenommen haben.“ Hinzu kommen unter anderem mit ´Addicted To Everything`, ´Newtown` und ´Noel Burnt The Kitchen Down` drei Songs, die schon lange zum Live-Repertoire von Vdelli gehören, als Studioversionen auf ihren bisherigen Jazzhaus-Veröffentlichungen jedoch noch nicht zu finden waren.

Mit Out Of The Sun setzen Vdelli eine Karriere fort, die bereits zahllose Höhepunkte vorweisen kann. Gegründet 1997, schaffte es das Trio schnell, sich in der hart umkämpften Clubszene der Millionenstadt Perth durchzusetzen und u.a. im Vorprogramm von ZZ Top, B.B. King und Buddy Guy aufzutreten. Durch intensive Tourneen erspielte sich die Gruppe auch ein loyales Publikum in Europa. 2008 unterschrieben Vdelli einen Vertrag bei Jazzhaus Records und produzierten mit Kevin Shirley (Aerosmith, Iron Maiden, Joe Bonamassa) ihren ersten weltweiten Release Ain‘t Bringing Me Down. 2013 machte ein grandioser TV-Auftritt im Rahmen der ´Harald Schmidt Show` die Band einem noch größeren Publikum bekannt, es folgten weitere Alben mit Spitzenplatzierungen in Online-Bestsellerlisten und Konzerten in ganz Europa.

Last but not least: Der Titel Out Of The Sun bedarf bei einer aus Australien stammenden Band wohl keiner besonderen Erklärung, oder? „Die ersten Arbeiten am Album fanden in einem Ferienhaus direkt am Strand statt“, erklärt Leigh Miller. „Wir konnten also jeden Morgen im Meer schwimmen, bevor es ans Songwriting ging.“ Kein Zweifel, die australische Sonne hat bei Vdelli erneut kapitale Rock´n`Roll-Kräfte freigesetzt!

Links:

Official Website: http://www.vdelli.com/

Facebook: http://www.facebook.com/Vdelli.Band

YouTube: http://www.youtube.com/user/vdelliofficial

Soundcloud: https://soundcloud.com/vdelli

Booking: http://jazzhausbooking.com/